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| © Reinhard Sandbothe / pixelio.de |
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Das Sakrament der Versöhnung
Die Grundaussage des christlichen Glaubens besteht darin, dass wir
von Gott geliebt sind, bedingungslos, ohne jede Einschränkung.
Die Botschaft Jesu Christi hat genau diesen Inhalt. Er ermutigt die
Menschen, der Liebe Gottes zu vertrauen und aus diesem Vertrauen die
Angst zu überwinden, die uns immer wieder verleitet,
unmenschlich statt menschlich zuhandeln. Die Liebe Gottes gilt uns
immer, auch und gerade in unserem Versagen und an den Grenzen unserer
eigenen Möglichkeiten.
Beichten heißt, sich der Liebe Gottes bewusst werden
Im Sakrament der Versöhnung wird diese allgemeine
Glaubenswirklichkeit auf den Einzelnen sichtbar gemacht und ihm ganz
persönlich zugesprochen. Es geschieht nicht Mehr oder
Wirksameres als in den anderen Formen der Zusage der vergebenden
Liebe Gottes. Aber im Sakrament der Versöhnung, in der Beichte
wird diese Zusage mir persönlich gegeben. Ich erfahre mich
konkret angesprochen mit Wahrheit meines eigenen Lebens.
Formen der Versöhnung mit Gott
Die katholische Kirche empfiehlt, sich im Sakrament der Versöhnung
regelmäßig diese Vergebung Gottes zusprechen zu lassen.
Das kann in verschiedenen Formen geschehen.
In jeder katholischen Kirche gibt es einen Beichtstuhl, in dem zu
angegeben Zeiten ein Priester ist, bei dem man in anonymer Weise
beichten kann. Einer Beichte geht sinnvollerweise eine
Gewissenserforschung voraus, in der man das eigene Leben bedenkt und
das, was man als Versagen, als Grenze, als Schuld erkennt, in der
Beichte persönlich bekennt.
Es gibt auch die sehr häufig genutzte Möglichkeit des
persönlichen Beichtgespräches. Das ist ein persönliches
Gespräch, das man mit einem Priester nach einer
Terminvereinbarung führt und in dem man in einer Atmosphäre
des Gesprächs über die eigenen Grenzerfahrungen, über
Versagen und Schuld spricht.
Bei einer Beichte muss man keine formalen Voraussetzungen
einhalten. Gerade wenn man keine Erfahrungen (mehr) mit dem Sakrament
der Versöhnung hat, wird der Priester gern helfen, einen
persönlichen Einstieg in ein Beichtgespräch zu finden.
Beichtzeiten in Kirchzell
In der Advents- und Fastenzeit gibt es feste Beichtzeiten, auch speziell für Kinder. Die Termine
entnehmen Sie der Gottesdienstordnung. Sie können gerne auch mit Pfarrer Suresh Varghese einen Termin vereinbaren.
Bußgottesdienste
In einem Bußgottesdienst
geschieht Versöhnung mit Gott in der Gemeinschaft der
Mitfeiernden. Auf nicht sakramentale Weise wird die bedingungslose
Liebe Gottes zu den Menschen zugesagt.
Bußgottesdienste gibt es in
Kirchzell und seinen Ortsteilen jeweils in der Advents- und
Fastenzeit. Die Termine stehen in der Gottesdienstordnung.
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